Hausordnung Mieter: Was wirklich gilt und wie Sie als Mieter Ihre Rechte kennen
Wenn Sie in eine neue Wohnung ziehen, bekommen Sie oft eine Hausordnung, eine Sammlung von Regeln, die alle Mieter in einem Gebäude einhalten sollen. Also known as Hausordnung, sie ist kein Gesetz, aber sie hat trotzdem Gewicht – vorausgesetzt, sie ist rechtlich zulässig. Viele Mieter unterschreiben sie einfach, ohne sie zu lesen. Aber das ist ein Fehler. Denn eine Hausordnung kann Ihnen das Leben leichter machen – oder unnötig schwer.
Was steht normalerweise drin? Meistens Regeln zu Lärm, Haustieren, Mülltrennung, Gartenpflege oder dem Aufhängen von Wäsche. Aber hier kommt der Knackpunkt: Mieterpflichten, die im Mietvertrag oder im Gesetz nicht stehen, können nicht einfach durch die Hausordnung eingeführt werden. Ein Beispiel: Wenn die Hausordnung verbietet, am Sonntag zu putzen, ist das unwirksam – denn Sie haben das Recht, Ihre Wohnung zu nutzen, wie Sie wollen, solange Sie andere nicht stören. Genauso wenig kann sie verlangen, dass Sie Ihre Wohnung nur mit bestimmten Farben streichen dürfen, wenn das nicht im Mietvertrag steht. Die Hausgemeinschaft, die sich durch die Hausordnung organisiert, darf keine Willkür üben. Alles, was sie regelt, muss verhältnismäßig, klar und nachvollziehbar sein.
Und was ist mit Haustieren? Viele Hausordnungen verbieten Hunde oder Katzen – aber das ist oft rechtlich hinfällig. Ein generelles Verbot ist unzulässig. Der Vermieter muss einzeln prüfen, ob ein Tier die Wohnung oder das Haus schädigt. Wenn Ihr Hund ruhig ist, die Nachbarn nichts sagen und Sie den Müll richtig entsorgen, haben Sie ein Recht darauf, ihn mitzubringen. Genauso gilt: Wenn die Hausordnung sagt, dass Wäsche nur auf dem Balkon getrocknet werden darf, aber Ihr Balkon nach Norden zeigt und nie trocknet – dann ist das kein gültiger Grund, Ihre Wäsche im Bad zu trocknen.
Die gute Nachricht: Sie müssen nicht alles hinnehmen. Wenn die Hausordnung zu streng ist, können Sie sie anfechten – entweder mit dem Vermieter oder im Mietrechtsschutz. Viele Mieter wissen das nicht. Sie ärgern sich über verbotene Blumentöpfe oder die Regel, dass man keine Gäste über Nacht empfangen darf, und denken, das sei normal. Aber das ist es nicht. Eine Hausordnung dient dazu, den Zusammenhalt zu fördern – nicht, um Mieter zu kontrollieren.
In der folgenden Sammlung finden Sie praktische Beispiele, wie andere Mieter mit unfairen Hausordnungen umgegangen sind, was wirklich im Gesetz steht und wie Sie Ihre Rechte ohne Anwalt durchsetzen können. Von Lärmregeln bis zu Haustierverboten – hier steht, was zählt und was nur auf dem Papier existiert.
- Dez, 7 2025
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- Lukas Friedrich
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