Holzboden pflegen: So bleibt Ihr Parkett jahrelang schön

Ein Holzboden, ein natürlicher, wärmender Bodenbelag aus echtem Holz, der in vielen deutschen Wohnungen als Parkett oder Dielenboden verlegt wird. Auch bekannt als Parkettboden, ist er nicht nur optisch ansprechend, sondern auch langlebig – wenn er richtig gepflegt wird. Viele denken, Holzböden brauchen wenig Aufwand. Doch falsche Reinigung, zu viel Wasser oder ungeeignete Mittel können ihn schnell beschädigen – von unsichtbaren Trockenrissen bis zu dauerhaften Flecken.

Die Pflege von Parkett, einer speziellen Form von Holzboden aus dünnen Holzplatten, die in Mustern verlegt werden unterscheidet sich kaum von der Pflege von Dielenboden, breiten, massiven Holzleisten, die oft in Altbauten zu finden sind. Beide benötigen regelmäßige Reinigung mit einem leicht feuchten Mopp, aber niemals nasse Wischmopps. Wasser ist der größte Feind. Es dringt in die Holzfasern ein, lässt sie quellen und sorgt für Verformungen. Stattdessen reicht ein trockener Staubsauger oder ein weicher Besen, um Staub und Sand zu entfernen – denn Sand wirkt wie Schleifpapier auf dem Boden.

Alle zwei bis drei Jahre kommt die richtige Pflege ins Spiel: Ölen oder wachsen. Ölen ist die einfachere Variante – das Öl dringt tief ein, nährt das Holz und betont die Maserung. Wachsen hingegen bildet eine dünne Schutzschicht, die leichter zu erneuern ist, aber weniger tief wirkt. Beide Methoden schützen vor Kratzern und verhindern, dass der Boden trocken und grau wird. Wichtig: Nutzen Sie immer Produkte, die speziell für Holzböden entwickelt wurden. Keine Allzweckreiniger, keine Essig-Lösungen und schon gar nicht Dampfreiniger. Sie schaden mehr, als sie helfen.

Was viele nicht wissen: Die Luftfeuchtigkeit im Raum spielt eine große Rolle. Zu trockene Luft im Winter lässt Holz schrumpfen und Risse entstehen. Zu viel Feuchtigkeit führt zu Quellen und Schimmel unter dem Boden. Ein einfaches Hygrometer hilft, die Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent zu halten – das ist der Goldstandard für Holzböden. Und wenn Sie Möbel verschieben, legen Sie Filzgleiter unter die Beine. Einmal eingesetzt, verhindern sie Kratzer, die sonst schnell sichtbar werden.

Im Herbst und Winter, wenn die Heizung läuft, ist die Pflege besonders wichtig. Holzböden verlieren dann schneller ihre Feuchtigkeit. Eine regelmäßige Nachpflege mit Pflegeöl oder Pflegewachs hält sie elastisch und schön. Und wenn doch mal ein Kratzer sichtbar wird? Kein Grund zur Panik. Mit einem speziellen Reparaturstift oder einem kleinen Tupfer Öl lässt sich das oft leicht ausbügeln – vorausgesetzt, der Boden ist nicht lackiert, sondern geölt oder gewachst.

Was Sie in dieser Sammlung finden, sind praktische Anleitungen, die genau auf diese Fragen eingehen: Wie reinigen Sie Holzböden ohne Schäden? Welche Werkzeuge brauchen Sie zum Ölen? Wie oft sollten Sie wachsen? Und warum ist die richtige Pflege oft günstiger als ein Neuboden? Alle Beiträge basieren auf echter Praxis – von Heimwerkern, die es selbst ausprobiert haben, und Profis, die es tagtäglich machen. Hier geht es nicht um Theorie. Hier geht es darum, dass Ihr Boden auch in zehn Jahren noch wie neu aussieht.

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