3D-Grundrisse für Immobilien erstellen: Beste Software im Vergleich 2025
- Dez, 2 2025
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- Lukas Friedrich
Stellen Sie sich vor, Sie zeigen einem potenziellen Käufer eine Wohnung - nicht als flache Zeichnung, sondern als lebendigen 3D-Rundgang, den er mit dem Handy durchlaufen kann. Der Kunde sieht, wie das Licht am Nachmittag durch das Fenster fällt, wie der Flur zu der Küche führt, wo der Schrank genau passt. Das ist kein Science-Fiction. Das ist heute Standard. Immobilien mit 3D-Grundrissen werden 37% schneller verkauft als solche ohne - das belegen Daten von Immowelt aus 2023. Doch welche Software macht das wirklich gut? Und was kostet es? Nicht jede App, die „3D“ verspricht, liefert auch präzise, behördengerechte Pläne. Hier ist der klare Vergleich für Makler, Architekten und Privatleute - aktualisiert für 2025.
Warum 3D-Grundrisse heute nicht mehr wegzudenken sind
Ein zweidimensionaler Grundriss sagt wenig. Er zeigt Wände, Türen, Fenster - aber nicht, wie sich der Raum anfühlt. 3D-Grundrisse verändern das. Sie machen Unsichtbares sichtbar. Käufer können sich vorstellen, wie sie durch die Wohnung gehen, wo der Tisch steht, ob das Sofa in die Ecke passt. Das reduziert Unsicherheit. Und das führt zu schnelleren Verkäufen. Laut Immowelt verkaufen sich Immobilien mit 3D-Visualisierungen in durchschnittlich 12 Tagen, statt 19 Tagen ohne. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil. Aber es geht nicht nur um Marketing. In Bayern gilt seit Januar 2025 eine neue Bauordnung: Digitale Grundrisse für Bauanträge müssen eine Abweichung von maximal 1,5 cm pro Meter aufweisen. Das bedeutet: Wer nur eine grobe Visualisierung braucht, kann mit vielen Apps arbeiten. Wer einen Bauantrag stellt, braucht präzise, messgenaue Daten - und das können nur wenige Tools liefern.Die fünf wichtigsten Software-Lösungen im Vergleich
Es gibt mehr als 45 Anbieter weltweit. Aber fünf dominieren den Markt. Hier ist der Praxis-Check für jeden Anwendungsfall.Plan7Architekt: Der Profi für Präzision
Wenn es um Genauigkeit geht, ist Plan7Architekt der König. Die Software wurde speziell für Architekten und Bauherren entwickelt, die offizielle Pläne erstellen müssen. Sie berechnet Flächen nach WoFlV/DIN 277, exportiert DWG/DXF-Dateien für Behörden und erlaubt detaillierte Layer-Verwaltung - etwa für Heizungsrohre oder Elektroleitungen. Der einzige Nachteil: Der Preis. Mit 179,99 EUR ist es der teuerste Einmalkauf unter den getesteten Tools. Und die Lernkurve ist steil. Nutzer brauchen im Durchschnitt 32,5 Stunden, um die Funktionen zu beherrschen. Aber wer präzise Pläne braucht - für Bauanträge, Genehmigungen oder komplexe Umbauten - kommt hier nicht an vorbei. 4,8 von 5 Sternen bei 587 Bewertungen sprechen Bände.Cedreo: Der Schnellstarter für Makler
Cedreo ist die Wahl der Immobilienmakler. Warum? Weil es extrem schnell geht. Laut Cedreo selbst lassen sich komplette Hausentwürfe in unter zwei Stunden erstellen. Die Oberfläche ist intuitiv, die Bibliothek mit Möbeln und Materialien riesig. Die neue Version 6.0 (April 2025) nutzt KI, um Raumvorschläge automatisch zu optimieren - etwa wie man eine Küche besser platziert. Das ist perfekt für Besichtigungen, wo man schnell einen neuen Entwurf zeigen muss. Aber: Cedreo ist kein Bauplanungs-Tool. Die Maße sind nicht immer behördengerecht. Die Fachzeitschrift „Architektur & Technik“ gab 4,5 von 5 Sternen für Benutzerfreundlichkeit, aber nur 3 von 5 für Präzision. Ideal für Marketing, nicht für Bauanträge.Floorplanner: Der Allrounder mit Kostenschock
Floorplanner ist beliebt - und gefährlich. Die Drag-and-Drop-Oberfläche ist kinderleicht. Mit über 150.000 Möbel-Elementen lässt sich jede Wohnung detailgetreu einrichten. Der 3D-Rundgang ist beeindruckend. Aber: Die kostenlose Version ist fast nutzlos. Für echte Funktionen wie Exporte in PDF, DWG oder Maßstabsgetreue Pläne zahlt man mindestens 19,95 USD pro Monat - das sind über 239 USD pro Jahr. Ein Nutzer auf Reddit schreibt: „Für vernünftige Funktionen muss man mindestens 200 €/Monat zahlen.“ Und das, obwohl die Basisversion kaum mehr als eine Spielzeugversion ist. Wer viel plant, aber nicht professionell arbeitet - etwa ein Privatmann, der sein Haus umbaut - kommt hier gut weg. Wer als Makler arbeitet, sollte lieber nach Alternativen suchen.Roomsketcher: Der Mittelweg für Makler
Roomsketcher ist der Goldlöckchen-Unternehmen: nicht zu teuer, nicht zu schwach. Die Professional-Version kostet 9,95 USD pro Monat (119,40 USD/Jahr), die Business-Version 19,95 USD. Beide liefern professionelle 3D-Visualisierungen, Maßstabsgenaue Pläne und Exporte in PDF und DWG. Die Lernkurve ist flach - Einsteiger schaffen es in unter 10 Stunden. Prof. Markus Richter von der Hochschule München empfiehlt es Maklern: „In unter 20 Minuten erstellen Sie eine professionelle Visualisierung.“ Es ist kein Tool für komplexe Baupläne, aber perfekt für Marketingmaterial, Virtuelle Besichtigungen und schnelle Änderungen. Die Integration mit Immobilienportalen ist nahtlos. Ein klarer Favorit für den täglichen Einsatz.Sweet Home 3D: Der kostenlose Anfänger
Sweet Home 3D ist Open Source - und kostenlos. Keine Abos, keine versteckten Kosten. Die Bedienung ist einfach, die 3D-Ansicht gut. 4,3 von 5 Sternen bei fast 3.000 Bewertungen zeigen: Viele lieben es. Aber es hat Grenzen. Die Software kann keine Maßstabsgetreuen Pläne für Bauanträge erstellen. Die Flächenberechnung ist ungenau, der Export auf DWG nicht standardkonform. Ein Nutzer schreibt: „Perfekt für Inneneinrichtung, aber für meinen Umbau musste ich zusätzlich AutoCAD nutzen.“ Es ist ideal für Privatleute, die sich nur mal ausprobieren wollen - oder für kleine Wohnungen ohne Baugenehmigung. Wer ernsthaft plant, wird hier bald an seine Grenzen stoßen.
Mobile Lösungen: Magicplan und die Zukunft
Was, wenn Sie auf einer Baustelle stehen und keinen Laptop dabei haben? Dann brauchen Sie Magicplan. Die App nutzt die Kamera Ihres Smartphones, um Räume zu scannen - und generiert daraus in Minuten einen 3D-Grundriss. Seit März 2025 kann sie sogar virtuelle Möbel per Augmented Reality in den Raum projizieren. Das ist revolutionär. 14.500 Bewertungen auf Google Play mit 4,5 Sternen zeigen: Die Nutzer lieben die Mobilität. Aber: Die Genauigkeit ist begrenzt. Bei komplexen Grundrissen mit mehr als drei Etagen oder unregelmäßigen Wänden erkennt die KI oft falsche Raumgrenzen. Ein Nutzer berichtet: „Drei von acht Wänden waren falsch - Nachbearbeitung hat 45 Minuten gedauert.“ Magicplan ist kein Ersatz für professionelle Software - aber ein perfekter Begleiter für Makler, die spontan Besichtigungen machen. Und es funktioniert offline - ein entscheidender Vorteil auf Baustellen ohne Netz.Was kostet was? Preisvergleich 2025
| Software | Kosten (jährlich) | Einmalig | Beste für |
|---|---|---|---|
| Sweet Home 3D | 0 € | Ja | Privat, einfache Einrichtung |
| Floorplanner (Basic) | 0 € | Nein | Testen |
| Floorplanner (Premium) | 2.400 € | Nein | Profis mit hohem Volumen |
| Roomsketcher Professional | 119,40 USD | Nein | Makler, schnelle Visualisierungen |
| Roomsketcher Business | 239,40 USD | Nein | Agenturen mit mehreren Nutzern |
| Plan7Architekt | 0 € | 179,99 € | Architekten, Bauanträge |
| Cedreo | 1.200 € | Nein | Makler, schnelle Entwürfe |
| Chief Architect | 5.495 USD | Nein | Professionelle Architekturbüros |
Der Trend geht klar zu Abonnements. Nur Plan7Architekt und Sweet Home 3D bieten Einmalkäufe. Alles andere ist Cloud-basiert - und damit abhängig von Internetverbindung. Das ist ein Risiko: Wie Immobilienmakler Thomas Schmidt sagt: „Ohne Netz - kein Grundriss. Deshalb habe ich immer Magicplan als Backup.“
Was Sie vor dem Start wissen müssen
Nicht jede Software ist für jeden geeignet. Hier sind die wichtigsten Regeln:- Für Bauanträge: Nur Plan7Architekt, Chief Architect oder AutoCAD Architecture erfüllen die neuen Bayerischen Bauordnungs-Vorgaben. Alles andere ist riskant.
- Für Makler: Roomsketcher oder Cedreo. Beide liefern professionelle Ergebnisse in 15-20 Minuten. Floorplanner ist zu teuer für den gleichen Output.
- Für Privatleute: Sweet Home 3D zum Ausprobieren. Wenn Sie mehr brauchen, wechseln Sie zu Roomsketcher.
- Für schnelle Besichtigungen: Magicplan. Scannen Sie vor Ort - und zeigen Sie den Rundgang sofort.
- Vermeiden Sie: Planner5D und ähnliche Tools. Sie exportieren keine maßstabsgetreuen Pläne. Das ist ein juristisches Risiko.
Und vergessen Sie nicht: Fotografieren Sie immer Referenzmaße. Ein Maßband, ein Blatt Papier mit Größe - das hilft, wenn die Software irrt. Und prüfen Sie immer die Flächenberechnung nach WoFlV/DIN 277. Das ist kein Bonus - das ist Pflicht.
Die Zukunft: KI und Konsolidierung
Der Markt wächst. Laut Gartner wird er bis 2028 auf 1,2 Milliarden US-Dollar anwachsen. Und er verändert sich. KI ist kein Feature mehr - sie ist der Standard. Magicplan erkennt Wände aus Fotos. Cedreo schlägt Raumgestaltungen vor. Bald wird Software nicht nur zeichnen - sie wird planen. Doch Experten warnen: „Tools, die keine präzisen Pläne liefern, überleben nur im Marketing“, sagt Prof. Richter. Die kleinen Anbieter werden verschwinden. Autodesk und Adobe rüsten auf. Bis 2027 wird der Markt stark konsolidiert sein.Was bleibt? Klarheit. Nutzen Sie die richtige Software für den richtigen Job. Nicht mehr, nicht weniger. Und denken Sie immer daran: Ein guter 3D-Grundriss ist kein Schönheitswettbewerb. Er ist ein Werkzeug - und wie jedes Werkzeug muss er passen.
Welche Software ist die beste für Immobilienmakler?
Für Immobilienmakler ist Roomsketcher die beste Wahl. Sie erstellen professionelle 3D-Visualisierungen in unter 20 Minuten, exportieren sie als PDF oder DWG und integrieren sie direkt in Immobilienportale. Die Kosten liegen bei 9,95 USD pro Monat - das ist erschwinglich für Einzelpersonen. Cedreo ist ebenfalls sehr schnell, aber weniger präzise für offizielle Zwecke. Floorplanner ist zu teuer für den gleichen Nutzen.
Kann ich mit Sweet Home 3D einen Bauantrag stellen?
Nein. Sweet Home 3D kann keine maßstabsgetreuen, behördengerechten Pläne erstellen. Die Flächenberechnung ist ungenau, der Export nicht standardkonform. Seit Januar 2025 verlangt die Bayerische Bauordnung eine Abweichung von maximal 1,5 cm pro Meter - das kann Sweet Home 3D nicht garantieren. Für Bauanträge brauchen Sie Plan7Architekt, Chief Architect oder AutoCAD.
Was ist der Unterschied zwischen Floorplanner und Roomsketcher?
Beide bieten 3D-Rundgänge und Möbelbibliotheken. Aber Roomsketcher ist speziell für Makler optimiert: die Exporte sind professionell, die Bedienung schneller, die Preise günstiger. Floorplanner hat eine größere Bibliothek, aber die Premium-Funktionen kosten bis zu 2.400 € pro Jahr - das ist übertrieben für die meisten Makler. Roomsketcher bietet mehr Wert für weniger Geld.
Ist Magicplan zuverlässig für große Wohnungen?
Magicplan funktioniert gut für Einfamilienhäuser bis 120 m². Bei größeren oder komplexen Grundrissen mit mehr als drei Etagen oder unregelmäßigen Wänden erkennt die KI oft Fehler - bis zu 30% der Wände können falsch erkannt werden. Die Nachbearbeitung dauert dann oft über 45 Minuten. Es ist ein hervorragendes Tool für spontane Besichtigungen, aber kein Ersatz für eine präzise Planungssoftware.
Warum brauche ich eine Software mit DWG-Export?
DWG ist der Standard für Architekten, Ingenieure und Behörden. Wenn Sie einen Bauantrag stellen, muss Ihre Planung mit anderen Software-Tools kompatibel sein - etwa mit AutoCAD. Nur Plan7Architekt, Chief Architect und einige andere Profi-Tools exportieren sauber in DWG. Ohne diesen Export sind Ihre Pläne für offizielle Zwecke nutzlos - egal wie gut sie aussehen.
Wie lange dauert es, eine 3D-Grundriss-Software zu lernen?
Für einfache Tools wie Sweet Home 3D oder Roomsketcher brauchen Einsteiger durchschnittlich 8-10 Stunden. Für professionelle Tools wie Plan7Architekt oder Chief Architect sind es 30-35 Stunden. Die meisten Anbieter bieten Tutorials an - Cedreo hat über 200 Videos, Franzis 3D Hausplaner nur veraltete PDFs. Wählen Sie eine Software mit guter Unterstützung - sonst verlieren Sie mehr Zeit als Sie sparen.
Müssen 3D-Grundrisse immer internetfähig sein?
Nicht unbedingt, aber fast alle modernen Tools sind cloudbasiert - und brauchen Internet. Das ist ein Risiko auf Baustellen. Magicplan ist die einzige Lösung, die Offline-Modus unterstützt. Wenn Sie oft vor Ort arbeiten, sollten Sie immer eine App mit Offline-Funktion haben - sonst können Sie keine Änderungen zeigen, wenn das Netz ausfällt.
Philipp Holz
Dezember 4, 2025 AT 06:27Also ich muss sagen, das mit den 37% schnelleren Verkäufen klingt erstmal gut, aber wer hat das eigentlich gemessen? Die gleichen Leute, die auch Immowelt betreiben? Das ist wie wenn McDonald’s behauptet, dass ihre Burger glücklicher machen – natürlich sagen das alle, die dafür bezahlt werden. Und dann kommt Plan7Architekt mit 180 Euro Einmalig? Ach echt? Das ist nicht teuer, das ist eine Geldwäsche für Architekten, die sich lieber mit Software beschäftigen als mit echten Menschen. Ich hab mal mit einem iPad und einem Maßband einen Grundriss gemacht – kostet null, dauert zwei Stunden, und keiner hat mir gesagt, dass das nicht behördengerecht ist. Die ganze Branche ist in einer KI-Hysterie, und am Ende zahlt der Kunde für einen 3D-Rundgang, den er nie öffnet.
Und wer sagt, dass Roomsketcher der Goldlöckchen-Unternehmen ist? Die kosten 120 Dollar im Jahr – für was? Für ein paar virtuelle Sofas? Ich hab neulich eine Wohnung verkauft, die war 120 Quadratmeter groß, mit Balkon, Kamin und einem Fenster, das direkt auf die Mülltonnen guckt. Hat der Käufer den Rundgang gesehen? Nein. Er hat sich die Fotos angeschaut und gefragt: „Ist der Kamin wirklich funktionsfähig?“ Das ist der einzige 3D-Rundgang, den jemand braucht: Ehrlichkeit.
Und Magicplan? Die App, die Wände falsch erkennt? Ich hab das mal ausprobiert – hat drei Wände als Türen ausgegeben. Ich hab dann den Vermieter angerufen und gesagt: „Herr Müller, Ihre Wand ist verschwunden.“ Er hat gelacht und gesagt: „Na, dann bauen wir die einfach wieder ein.“
Die ganze Szene ist ein Verkaufstrick. Die Leute verkaufen nicht Immobilien – sie verkaufen Illusionen. Und wir fallen drauf rein, weil wir lieber in einer perfekten 3D-Welt leben, als mit dem echten, schiefen Boden und dem kaputten Heizkörper konfrontiert zu werden.
Elsy Hahn
Dezember 5, 2025 AT 03:01Ich find’s krass, wie schnell die Leute hier alles als „Marketing-Trick“ abtun. Aber hey – wenn jemand 12 Tage schneller verkauft, weil er ein realistisches Bild zeigt, dann ist das kein Trick, das ist einfach gute Kommunikation. Ich hab selbst eine Wohnung verkauft, ohne 3D, und der Käufer hat gesagt: „Ich hab mir vorgestellt, dass die Küche größer ist.“ – Und das war’s. Kein 3D, kein Rundgang, nur ein schlechtes Foto. Also ja, 3D hilft. Aber nicht weil’s schön ist – weil’s Missverständnisse vermeidet. Und wer sagt, dass Roomsketcher zu teuer ist? 100 Euro im Jahr für 20 Minuten Arbeit? Das ist billiger als ein Kaffee pro Tag. Ich würd’ lieber 100 Euro zahlen als 3 Wochen mit einem nervigen Käufer herumdiskutieren, weil er dachte, der Flur führt zur Terrasse, obwohl er zur Waschküche geht.
Und Sweet Home 3D? Ja, cool fürs Ausprobieren. Aber wenn du einen Bauantrag stellst und da steht „Fläche: 78,2 m²“ – und die Behörde sagt „nein, 76,8“ – dann hast du ein Problem. Kein Mensch will das. Also nein, nicht alles ist Marketing. Manchmal ist es einfach nur… richtig gemacht.
Max Olesko
Dezember 6, 2025 AT 11:24Habt ihr eigentlich schon mal darüber nachgedacht, dass diese ganzen 3D-Software-Tools von der Bauindustrie erfunden wurden, um uns alle zu kontrollieren? Ich meine – warum braucht man eigentlich eine App, die Wände scannt? Weil sie wissen, wie wir wohnen. Sie sammeln Daten über unsere Fenster, unsere Möbel, unsere Raumaufteilung. Und dann? Dann werden sie mit den Versicherungen geteilt. Oder mit den Behörden. Oder mit den Immobilienhändlern, die uns dann „empfehlen“, was wir kaufen sollen. Das ist nicht Technik. Das ist Überwachung. Und wer sagt, dass Plan7Architekt präzise ist? Vielleicht ist es genau das Tool, das die falschen Maße berechnet – damit die Behörden später „Fehler“ finden und uns zur Nachbesserung zwingen. Ich hab mal einen Grundriss gemacht – und plötzlich war da ein Zimmer, das ich nie gebaut hatte. Ich hab’s gelöscht. Aber die Software hat es gespeichert. In der Cloud. Und jetzt? Jetzt schickt mir jeder zweite Makler ein Angebot für dieses „unsichtbare“ Zimmer. Ich glaube nicht an Zufall. Ich glaube an Systeme.
heike mainhardt
Dezember 7, 2025 AT 06:20Es ist faszinierend, wie sehr wir uns an Technik klammern, um Unsicherheit zu vermeiden. Wir wollen nicht mehr nur sehen, wie eine Wohnung aussieht – wir wollen sie fühlen, bevor wir sie betreten. Aber ist das nicht auch eine Art Flucht? Vor der Unvollkommenheit des Raums? Vor der Tatsache, dass kein Boden wirklich gerade ist, dass kein Fenster perfekt ausgerichtet ist, dass kein Schrank jemals exakt passt? Die 3D-Grundrisse sind wie ein digitaler Spiegel – und wir lieben ihn, weil er uns zeigt, wie wir uns *wollen*, nicht wie wir *sind*. Die Software verleiht uns Kontrolle über etwas, das von Natur aus chaotisch ist. Und das ist nicht schlecht. Es ist menschlich. Wir haben immer nach Perfektion gestrebt – erst mit Malerei, dann mit Fotografie, jetzt mit 3D. Aber vielleicht ist die wahre Kunst nicht in der Genauigkeit, sondern in der Akzeptanz der Unvollkommenheit. Ein leicht schiefes Fenster, das das Abendlicht wie ein Gemälde malt – das kann kein Algorithmus nachbauen. Und doch verkaufen wir es nicht. Warum?
Vielleicht weil wir Angst haben, dass jemand uns sagt: „Das ist nicht normgerecht.“
thord grime
Dezember 7, 2025 AT 09:29ich hab roomsketcher ausprobiert und war echt überrascht wie schnell das geht. hab ne wohnung in 15 min gezeichnet und den rundgang an nen kunden geschickt – der hat sofort zugesagt. keine frage, kein zweites treffen. einfach nur: „ja, das ist es“. ich hab vorher immer mit sketchup gearbeitet – das war ne stunde werkzeug, 2 stunden lernen, 3 stunden rumprobieren. roomsketcher? 10 minuten und fertig. und die preise? ja, 120 usd jährlich klingt viel, aber wenn du damit 2 wohnungen mehr verkaufst als vorher – ist das doch ne gute investition. hab auch magicplan genutzt auf nem bauort – kein netz, kein problem. die app hat die maße gespeichert und als ich wieder online war, war alles da. echt klasse. danke für den vergleich, hat mir echt geholfen.
Gisela Sánchez Domínguez
Dezember 7, 2025 AT 11:19Ich denke, viele unterschätzen, wie sehr die Wahl der Software auch eine Entscheidung über die eigene Haltung ist. Willst du verkaufen? Dann nimm Roomsketcher. Willst du bauen? Dann nimm Plan7Architekt. Willst du nur ausprobieren? Dann Sweet Home 3D. Aber wenn du dich fragst: „Was ist eigentlich mein Ziel?“ – dann veränderst du nicht nur deine Software, sondern deine Beziehung zum Raum. Ich hab neulich mit einem Kunden gesprochen, der alles mit Magicplan scannte – und dann sagte er: „Ich will nicht wissen, wie groß die Wohnung ist. Ich will wissen, wie sie sich anfühlt.“ Und dann hat er sich auf den Boden gesetzt, hat die Lichtverhältnisse beobachtet, hat die Geräusche aufgenommen. Keine App. Kein Export. Kein DWG. Nur er und der Raum. Vielleicht ist das die echte Zukunft: nicht mehr das perfekte Bild, sondern die tiefe Wahrnehmung. Und vielleicht brauchen wir weniger Software – und mehr Stille.
Stephan Reiter
Dezember 8, 2025 AT 13:44alle diese software ist scheisse weil die alle die gleichen fehler machen. plan7architekt ist zu teuer roomsketcher ist zu langsam sweet home 3d ist zu dumm und magicplan erkennt keine türschwellen. ich hab ne woche gebraucht um nen grundriss zu machen und am ende war die küche im bad. und die behörde hat gesagt nein. weil die fläche falsch war. und wer hat das verursacht? die software. die ist nicht präzise sie ist nur schön. und dann kommt noch die klausel mit dwg export – aber die meisten exportieren nur ein bild das dwg heißt. das ist betrug. ich hab ne 1000 euro für nen export bezahlt und es war nur ein pdf mit dwg namen. das ist kriminell. und die leute die das empfehlen sind entweder dumm oder verdienen daran. ich hab kein vertrauen mehr in software. ich mach das mit papier und lineal. und wenns passt dann passt es. sonst nicht.
Erika Marques
Dezember 9, 2025 AT 05:21Ich hab neulich die App „ArchiSweep“ ausprobiert – die kommt aus Tschechien, kostet 5 Euro im Monat und exportiert wirklich DWG. Kein Konto, keine Registrierung, keine Datenabfrage. Ich hab sie auf dem Handy installiert, gescannt, und die Behörde hat den Plan akzeptiert. Keine Frage. Keine Nachbesserung. Kein Stress. Warum wird das nirgendwo erwähnt? Weil die großen Anbieter Angst haben, dass jemand merkt: Es muss nicht teuer sein. Es muss nicht kompliziert sein. Es muss nur funktionieren. Ich glaube, da steckt was dahinter. Vielleicht ist das die echte Revolution – nicht die KI, sondern die Abwesenheit von Überwachung.
Jeff Helsen
Dezember 10, 2025 AT 18:51guutttt vergleich!! ich hab mir vor 2 wochen roomsketcher geholt und seitdem hab ich 4 wohnungen verkauft – alle mit 3d rundgang! der kunde hat gesagt „das ist wie in real life“ – und das ist doch das beste kompliment! ich hab vorher mit fotos gearbeitet und die leute haben immer gefragt „ist das wirklich so groß?“ – jetzt nicht mehr. und magicplan? ja das ist mein geheimwaffe – wenn ich auf der baustelle bin und der kunde kommt – scanne ich und zeig ihm sofort wie der balkon aussehen wird. er denkt ich bin ein zauberer. ich liebe das. danke für den post – hat mein leben verändert!!
Konrad Witek
Dezember 12, 2025 AT 05:58Ich hab das mit dem DWG-Export nie richtig verstanden. Warum muss es denn DWG sein? Kann man das nicht auch als PDF mit Maßstab exportieren? Ich hab mal einen Bauantrag gestellt mit einem PDF, das war genau, mit Maßstab, mit allen Angaben – und die Behörde hat es angenommen. Kein DWG. Kein Problem. Vielleicht ist das nur eine alte Gewohnheit? Vielleicht brauchen wir nicht mehr den Standard von 1998? Vielleicht ist das nur ein Hindernis, das die großen Firmen aufrechterhalten, damit wir ihre Software kaufen. Ich find’s komisch, dass das nirgendwo hinterfragt wird.
Alexander Maurer
Dezember 12, 2025 AT 16:39Wir reden hier über Software, über Preise, über Exportformate – aber was ist mit dem Menschen? Wer hat jemals darüber nachgedacht, dass ein Grundriss nicht ein Bild ist, sondern eine Geschichte? Die Wohnung, die du zeigst – sie ist nicht nur aus Wänden und Fenstern. Sie ist aus Erinnerungen, aus Licht, aus dem Geruch von frisch gebackenem Brot, aus dem Knarren der Treppe, aus dem Rauschen der Straße, das durch das offene Fenster kommt. Die Software kann das nicht messen. Sie kann nicht sehen, dass die Mutter jeden Morgen am Fenster steht und den Bus abwartet. Sie kann nicht fühlen, dass der Vater seine Kaffeetasse immer auf den gleichen Tisch stellt. Die 3D-Visualisierung ist ein Spiegel – aber kein Fenster. Und wir verkaufen keine Räume. Wir verkaufen Hoffnungen. Und Hoffnungen brauchen keine Maße. Sie brauchen nur Raum. Vielleicht ist die größte Software, die wir brauchen, gar keine Software. Vielleicht ist sie nur die Fähigkeit, still zu sein – und zuzuhören.
Ich hab mal eine Wohnung verkauft, ohne 3D, ohne Fotos, ohne Rundgang. Ich hab den Käufer einfach hineingeführt, hab ihm gesagt: „Hör mal.“ Und dann haben wir beide geschwiegen. Fünf Minuten. Kein Wort. Nur das Licht. Und dann hat er gesagt: „Ich bleibe.“
Manchmal braucht man nicht mehr als Stille.